Schulinitiative muss grundlegende Fakten anerkennen

 
 

Die SPD-Kreistagsfraktion hat sich für eine Versachlichung der Diskussion um die St. Ursula-Schule in Duderstadt ausgesprochen. „Die Elterninitiative ist gut beraten, grundlegende Fakten zur Kenntnis zu nehmen und die Öffentlichkeit nicht länger mit Halbwahrheiten zu verunsichern“, fordert der Fraktionsvorsitzende Reinhard Dierkes. „Es ist mehr als naiv, wenn die Elterninitiative ernsthaft glaubt, dass ein Landrat eine Diskussion „ersticken“ könnte.

 

Es wäre ratsam, anzuerkennen, dass im Kreistag eine sehr breite Mehrheit von SPD, Grünen, Freien Wählern und CDU – insgesamt 60 von 72 Kreistagsabgeordneten – gegen eine rechtlich unzulässige Übernahme der katholischen Schule gestimmt hat, weil sie keine Beschlüsse fasst, die spätestens bei der Landesschulbehörde als widerrechtlich einkassiert werden. Wie bei sinkenden Schülerzahlen und Fortbestehen aller anderen Schulen ein tragfähiges IGS-Konzept auf der Grundlage von elterlicher Nachfrage im Bereich von Duderstadt umgesetzt werden kann, erklären uns die Befürworter leider nicht“, kritisiert Dierkes weiter. „Im Übrigen wäre ein bisher noch ausstehendes positives Votum des Stadtrats von Duderstadt in dieser Frage eine wesentliche Voraussetzung, da der Kreistag keine Schulentwicklung gegen die betroffene Kommune betreibt.“

Dierkes weiter: „Völlig unsinnig ist die Behauptung, man müsse Schuleinzugsbezirke ausweiten, um die IGS Duderstadt zu stärken. Das muss man momentan überhaupt nicht mehr fordern, denn diese Begrenzungen existieren überhaupt nicht für diese katholische Privatschule. Wenn sich kaum jemand anmeldet, dann ist das schlicht und einfach der Ausdruck von mangelndem Interesse. Wenn von 380 Schülerinnen und Schülern der 4. Klassen der 16 Grundschulen aus den Bereichen Duderstadt, Gieboldehausen und Radolfshausen etwas mehr als 30 Schülerinnen und Schüler aktuell in der Ursula-Schule angemeldet werden, dann manifestiert sich genau hier der Elternwille, dem wir als verantwortliche Schulpolitiker entsprechen wollen. Natürlich kann die Ursula-Initiative diesen Fakt auch ignorieren. Der Kreistag kann es aber nicht und wird nicht an diesem klaren elterlichen Abstimmungsverhalten vorbei Schulpolitik betreiben.“

Die weiteren Beratungen beschreibt Dierkes so: Der Schulausschuss wird sich mit der geplanten kreisweiten Elternumfrage befassen. Anfang des kommenden Jahres wird das Ergebnis dieser Umfrage vorgestellt. Dann wird sich der Kreistag damit auseinandersetzen und weitere Schritte einleiten – wenn durch Elternwunsch untermauert würde, eine Befragung zur Einrichtung einer weiteren IGS im Kreisgebiet durchzuführen. „Sollten die Eltern aus Duderstadt das bisher auch nicht in Umrissen erkennbare klare Signal zur Einrichtung einer öffentlichen IGS aussenden, wird sich der Kreistag diesem Votum nicht verschließen. Eine Mehrheit für die Neuordnung von Schuleinzugsbereichen ausschließlich zum Vorteil einer öffentlichen IGS Duderstadt wird es auch künftig nicht geben. Das wäre ein Vertrag zu Lasten Dritter, in dem Fall zu Lasten der Elternschaft aus dem Altkreis Osterode. Da machen wir nicht mit“, so Dierkes abschließend.

 


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