VSN-Tarifreform: Pauschalkritik ist ungerechtfertigt

 

Zur Kritik der CDU-Kreistagsfraktion an der Umsetzung des „Fünf-Euro-Tickets“ und dem Antrag der Mehrheitsgruppe SPD/Grüne/FWLG für eine umfassende Tarifreform beim ÖPNV erklärt die SPD-Kreistagsfraktion Göttingen: „Es dürfte Herrn Dr. Noack aus eigener politischer Praxis nicht gänzlich unbekannt sein, dass Beschlüsse zum Thema ‚Mobilität und Tarifstruktur im öffentlichen Personennahverkehr‘ nicht unmittelbar durch Kreistagsbeschluss umzusetzen sind, sondern beim ZVSN liegen.

 

Insofern erstaunt sein Schnellschuss zu diesem wichtigen Thema“, kommentiert der SPD-Fraktionsvorsitzende Reinhard Dierkes die Einlassungen von Dr. Noack zum Thema „Fünf-Euro-Ticket“.

Der Wunsch von Landrat und Mehrheitsgruppe, im Rahmen einer umfassenden Tarifreform zu prüfen, wie die Forderung nach diesem Ticket umgesetzt werden kann, ist durch einen Antrag im Verkehrsausschuss politisch auf den Weg gebracht. Schon in der nächsten Kreistagssitzung im Februar wird der entsprechende Antrag beschlossen und der Auftrag an den dafür zuständigen Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) gegeben. „Im Rahmen des Beschlussvorschlags, an dem mitzuwirken auch Herr Dr. Noack herzlich eingeladen ist, wird es darüber hinaus um die zusätzlichen Möglichkeiten eines Sozialtickets und die kostenfreie flächendeckende Fahrradmitnahme gehen“, so Dierkes weiter.

Zuständig für die Vorbereitung und Umsetzung der Maßnahme ist der ZVSN, dessen neu eingestellter Geschäftsführer ein ausgewiesener Fachmann für öffentlichen Personennahverkehr ist. Wir sollten ihn in Ruhe arbeiten lassen.

Den zuständigen Entscheidungsgremien gehören schon immer auch Vertreter der Kreistags-CDU an. „Seit Beginn der Fusionsgespräche sind diese jedenfalls nicht dadurch aufgefallen, dass sie sich in den Angelegenheiten einer verbrauchergünstigeren Tarifstruktur bzw. einer zeitlichen Verkürzung der Busverbindungen erkennbar eingebracht hätten. Aber vielleicht dürfen wir Herrn Dr. Noacks Einlassung als Ausgangspunkt für künftiges verantwortliches Mitwirken nehmen?“, hofft Dierkes.

 


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