Für Ausweitung des Familienprogramms "KiBiZ"

 

Das seit mehreren Jahren im ehemaligen Landkreis Osterode laufende Modellprogramm „Kinder-Bildung-Zukunft“ (KiBiZ) soll nach Ansicht der Kreistags-Mehrheitsgruppe aus SPD, Grünen und Freien Wählern im nun vereinten Landkreis Göttingen fortgeführt werden. Das teilte der jugendpolitische Fraktionssprecher Dirk Aue (SPD) mit. „Den Antrag bringen wir am 6. September 2017 in den Kreistag ein“, erklärte Aue.

 

Mit dem Modellprogramm, das den Kreislauf von Bedürftigkeit und Armut wirksam durchbrechen soll, seien so gute Erfahrungen gemacht worden, dass die Ausweitung auf das gesamte Kreisgebiet angestrebt werden solle. Langzeitarbeitslosen Eltern wird gezielt Arbeit vermittelt und die Bildung der Kinder gefördert.

Der Ausschuss für Jugend, Soziales und Integration des Altkreises Osterode hatte bereits im Juni 2016 einstimmig befürwortet, das Konzept des Familienmanagements KiBiZ weiterzuentwickeln, auf alle Jobcenter auszuweiten und eine wissenschaftliche Langzeitstudie in Auftrag zu geben. Dies solle nun vom Landkreis Göttingen nachhaltig aufgegriffen werden. Im Jobcenter Osterode waren bislang neun Fallmanager und ein Teamleiter für das Programm tätig.

Ute Haferburg, stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Kreistagsfraktion und Mitglied im Sozialausschuss, ergänzt, dass das Modellprogramm, mit dessen Hilfe Kinder und Jugendliche mit ihren Familien wieder ohne öffentliche Transfers leben sollen, durch unabhängige Fachleute evaluiert und die Ergebnisse dem Kreistagsausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration (ASGI) vorgelegt werden sollen. Haferburg: „Dabei erwarten wir von der Kreisverwaltung einen umsetzbaren Vorschlag für die Weiterführung des Programms und seine Ausweitung im Landkreis Göttingen.“ Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auf die Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Jobcenter gelegt werden.

Lothar Dinges von den Freien Wählern ergänzt: „Durch ein Familienfallmanagement findet eine ganzheitliche Betreuung und Beratung statt, damit Familien mit Kindern nach längerem Hilfebezug wieder ohne staatliche Hilfe leben können. Die enge Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Jobcenter soll Parallelstrukturen vermeiden und dazu beitragen, dass den Familien optimal geholfen werden kann.“ Die Ausweitung des KiBiZ-Modellprogramms solle mehr Familien, in denen Armut sich über Generationen fortgesetzt hat, dabei helfen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Link zum kompletten Wortlaut unseres Antrages

 


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