Für Menschen, die aus dem Mittelmeer gerettet werden

 

Die Kreistagsgruppe SPD/Grüne/Freie Wähler bringt in die nächste Sitzung des Kreistages am 2. Oktober einen Antrag ein, der sich mit den Geflüchteten und den Rettenden auf dem Mittelmeer solidarisch erklärt. Vor allem aber soll den Menschen praktisch geholfen werden. Der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Reinhard Dierkes erläutert:

 

„Der Landkreis wird zusätzlich zur Verteilungsquote Asylsuchender und selbstverständlich in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen von Bund und Land aus Seenot Gerettete direkt aufnehmen und unterbringen.“

Maria Gerl-Plein, Mitglied der Grünen-Kreistagsfraktion ergänzt: „Gemeinsam mit den aufnehmenden Kommunen wollen wir dafür sorgen, dass die notwendigen Mittel für eine menschenwürdige Versorgung insbesondere in den Bereichen Wohnen, medizinische Versorgung und Bildung zur Verfügung gestellt werden.“

„Wer helfen will, muss hier anfangen. Zusätzlich zu diesen Maßnahmen wird sich der Landkreis aber auch gegenüber dem Land Niedersachsen und der Bundesregierung dafür einsetzen, dass auf diesen Ebenen eigenständige Aufnahmeprogramme geschaffen bzw. höhere Aufnahmequoten beschlossen werden, damit die Geretteten eine dauerhafte Lebensperspektive in unserem Land haben“, so Lothar Dinges, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Kreistag.

Unser Landkreis soll sich auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene für diese Ziele einsetzen. Auch deswegen wird transparent und nachvollziehbar über alle Maßnahmen zur Umsetzung dieses Antrages berichtet werden.

„Täglich ertrinken Menschen im Mittelmeer, die einer unerträglichen Lebenssituation in ihrem Heimatland entfliehen wollen. Wir alle hören die Zahlen, wir alle sehen die Bilder in den Nachrichten. Wir sehen aber auch Bilder von Menschen, die sich damit nicht abfinden wollen und auf eigene Faust Rettungsschiffe chartern und das eigentlich Selbstverständliche tun: Schiffbrüchige retten und dann keinen Hafen finden, in dem sie anlegen dürfen.“ Die drei Vertreter der Mehrheitsgruppe stellen fest: „Es reicht nicht, sich darüber zu empören und auf die Zuständigkeit anderer zu verweisen. Wir sollten handeln.“

 


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