SPD sieht den Landkreis auf einem guten Weg

 

Reichlich Erstaunen und Kopfschütteln hat der Versuch des CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Noack ausgelöst, mit Hilfe eines zweifelhaften Rankings die bisherige Arbeit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises WRG anzuzweifeln. Das erstaunt um so mehr, weil Dr. Noack selber Aufsichtsratsmitglied der WRG ist und seine Kritik somit wohl eher als Selbstkritik zu verstehen wäre.

 

Die Schlussfolgerungen, die er aus dem zur Grundlage liegenden Ranking zieht, sind aus unterschiedlichen Gründen anzuzweifeln. Während z. B. das Landkreis-Ranking des Focus den Landkreis und die Stadt Göttingen ausdrücklich ausnimmt, weil die notwendigen Daten nicht verfügbar waren (!) und die Fusion zweier Landkreise gerade erst Form annimmt, kümmert sich das von Dr. Noack freudig aufgegriffene, übrigens nicht veröffentlichte Regionenranking um diesen Vorbehalt überhaupt nicht. Tatsächlich findet sich der Altkreis Göttingen im Ranking von 2016 auf Rang 170 wieder. Dass die Fusion mit dem Altkreis Osterode (Rang 350 in 2016) sich statistisch niederschlagen würde, dürfte eigentlich ohne jede Anstrengung nachvollziehbar sein. Die Erwartung, dass aus dieser Ausgangslage schon nach einem Jahr ein Aufstieg in der bundesweiten Reihung stattfinden könnte, ist eine mindestens naive Annahme. Und trotzdem: In den Bereichen Einkommen, Attraktivität und Lebensqualität nimmt der neue Landkreis im Focus-Ranking einen Spitzenplatz in Niedersachsen ein. Auch das wäre erwähnenswert gewesen….

Das überaus renommierte Prognosinstitut hat im Jahre 2016 den Landkreis Göttingen als einen Landkreis mit hohem Zukunftspotential bezeichnet. Das Institut bescheinigt dem Landkreis in seiner Untersuchung eine sehr hohe Dynamik und eine ebenfalls sehr hohe Stärke bei den Standortindikatoren. An dieser insgesamt erfreulich guten Zukunftsperspektive hat neben der heimischen Wirtschaft und den universitären Einrichtungen ganz sicher auch die Wirtschaftsförderung WRG ihren Anteil, die seit geraumer Zeit schon überall im Landkreis tätig ist. Die Einschätzung des Prognosinstituts ist für die Akteure Bestätigung und Ansporn zugleich und wird zusätzlich befeuert durch das mittlerweile fest verankerte, im dreistelligen Millionenbereich angesiedelte, umfassende und äußerst innovative Südniedersachsenprogramm. Diesen Weg werden die WRG, Landrat Reuter und die SPD-Fraktion interessiert und im Rahmen ihrer Zuständigkeiten tatkräftig begleiten und den ganzen Landkreis dabei mitnehmen! Es geht darum, die Region insgesamt und nachhaltig zu entwickeln. Kurzfristige Aneignung von zweifelhaften Rankings zum erhofften Zwecke politischen Vorteils hilft da nicht wirklich weiter. Wer die Fusion kritisiert und vor den Risiken warnt, der muss sich ohnehin fragen lassen, wie er es denn mit dem Altkreis Osterode hält. Und wie schön wäre es gewesen, Herr Dr. Noack hätte jenseits von Personalaufstockung auch einen inhaltlichen Vorschlag gemacht: Fehlanzeige!

 


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