Schulentwicklungsplanung: Alle Zeichen auf Zukunft

 

Wie können wir unsere Schulen stärken? Was müssen wir tun, um das ausdifferenzierte Schulangebot im Landkreis Göttingen beizubehalten? Diese und weitere Fragen beschäftigen die Schulpolitiker*Innen unserer Fraktion schon seit mehreren Wochen. Im Vorfeld der Beratungen zum Schulentwicklungsplan, den die Kreisverwaltung zur Zeit erarbeitet, gilt es nun Antworten zu finden.

 

Was erwarten wir eigentlich vom Schulentwicklungsplan? Zunächst einmal erhoffen wir uns einen qualifizierten Überblick über die derzeitige Situation an unseren Schulen. Wie haben sich die Schüler*Innenzahlen in den vergangenen Jahren entwickelt? Welche Investitionen sind in den kommenden Jahren nötig? Wie sind unsere Allgemeinbildenden Schulen für die Zukunft aufgestellt? Reines Zahlenmaterial ist uns wichtig, kann aber keine alleinige Grundlage für Weichenstellungen sein. Aus diesem Grund haben wir uns vorgenommen: Wir wollen nicht über Schulen reden, wir wollen mit Schulen reden. Das ist für uns eine Selbstverständlichkeit.

Deshalb haben wir uns im wahrsten Sinne des Wortes auf den Weg gemacht. Seit Ende der Sommerferien ist eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe, zu der sich Schulpolitiker*Innen der Mehrheitsgruppe (SPD, Grüne und Freie Wähler) zusammengefunden haben, auf Tour durch den Landkreis. Wir besuchen allgemeinbildende Schulen aller Schulformen, besichtigen Klassen- und Fachräume, erkundigen uns nach den Schulkonzepten und fragen, wo der Schuh drückt. In zwei großen Gesprächsrunden zur Schulentwicklung, in denen wir vor allem zugehört haben, haben wir mit Schulleiter*Innen, Lehrer*Innen, Schüler*Innen und auch Eltern darüber gesprochen, was aus ihrer Sicht notwendig ist, um das qualitativ hohe Niveau halten zu können. Unsere Schulen leisten hervorragende Arbeit, um unseren Kindern und Jugendlichen die besten Startchancen für ihr Leben zu geben. Dabei müssen wir sie unterstützen.

Unsere Ziele für die Schulentwicklungsplanung im Landkreis Göttingen:

  1. Sicherung und Ausbau der Qualität in der Bildung für alle Kinder und Jugendlichen
  2. Ein optimal auf die Bedürfnisse von Eltern und Schüler*Innen abgestimmtes Schulangebot, das möglichst alle Schulformen vorhält
  3. Die nachhaltige Sicherung der Schülerzahlen, um die Voraussetzungen für Qualität in der Bildung sicherzustellen
  4. Die Einhaltung rechtlicher Vorgaben mit Augenmaß bei Entscheidungen, um pädagogische Konzepte angemessen zu berücksichtigen
  5. Einen Ausgleich zu schaffen zwischen möglichst kurzen Wegen und leistungsfähigen Schulangeboten, die die gesetzlichen Vorgaben einhalten
  6. Wir wollen unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten das Beste für die Schulen erreichen. Deshalb ist es wichtig, dass sich der Landkreis Göttingen bei notwendigen Investitionen auf Standorte mit Zukunftsperspektive konzentriert.

Diese Gesprächsrunden, an denen auch unsere Bürgermeister und kommunalen Mandatsträger teilgenommen haben, waren nichtöffentlich, um einen offenen und ehrlichen Meinungsaustausch zu gewährleisten. Die Ergebnisse werden wir bei unseren Beratungen zum Schulentwicklungsplan berücksichtigen. Zwei weitere Runden werden im September folgen. Im Oktober wird ein erster Entwurf eingebracht, auf Antrag unserer Mehrheitsgruppe wird es vor der Beschlussfassung, die im Dezember vorgesehen ist, eine öffentliche Anhörung geben, an der Schüler*Innen, Eltern und Lehrer*Innen sich informieren und ein Feedback geben können.

Wir sind dankbar dafür, dass sich alle Beteiligten trotz der hohen Belastungen zum Schuljahresbeginn die Zeit genommen haben, sich mit uns zu beraten. Der Schulentwicklungsplan kann nur gemeinsam getragen werden. Wir sind auf einem guten Weg.

Nadia Affani, schulpolitische Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion Göttingen

NewsletterschuelerFoto: BMBF

Die Zukunft der Schülerinnen und Schüler an den Schulen des Landkreises wird durch den Schulentwicklungsplan beeinflusst, der momentan in Arbeit ist. Die Kreistagsgruppe SPD/Grüne/Freie Wähler macht sich im Vorfeld der Kreistagsberatungen vor Ort kundig.

 


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