Bessere Kinderbetreuung auch außerhalb der üblichen Zeiten! Mehrheitsgruppe SPD/Grüne unterstützt Projekt „RandZeitNetz“
Wer außerhalb der gängigen Arbeitszeiten arbeitet, steht bei der Kinderbetreuung oft vor großen Herausforderungen. Mit dem Projekt „RandZeitNetz“ will der Landkreis Göttingen Familien auch außerhalb der regulären Betreuungszeiten in Kitas besser unterstützen. Der Jugendhilfeausschuss hat dem Konzept bereits zugestimmt. Am 28. Oktober entscheidet der Kreistag darüber.
„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf darf nicht an starren Betreuungszeiten scheitern. Gerade Alleinerziehende und Eltern im Schichtdienst brauchen verlässliche Lösungen“, erklärt Dietmar Linne, Co-Fraktionsvorsitzender der Grünen Kreistagsfraktion.
Ähnlich wie in Essen soll ein Konzept entwickelt werden, das bestehende Betreuungsangebote besser zu vernetzen und Versorgungslücken im ländlichen Raum zu schließen. Das Projekt soll zunächst in einem ausgewählten Sozialraum erprobt werden. Dabei sollen gemeinsam mit Familienzentren, Kindertagespflege, Unternehmen und weiteren Partnern bedarfsgerechte Lösungen entwickelt werden, die später auch auf andere Teile des Landkreises übertragen werden können.
„Gute Kinderbetreuung ist eine Frage der Chancengerechtigkeit. Die konzeptionellen Hürden sind genommen. Jetzt brauchen wir den Förderbescheid, damit aus der Idee eine konkrete Unterstützung für die Familien wird“, betont Christa Bauer-Schmidt, jugendpolitische Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion.
Die Gesamtkosten betragen rund 344.000 Euro. Finanziert werden soll das Projekt aus dem EU-Förderprogramm „Zukunft der Regionen“ und einem Eigenanteil des Landkreises von maximal 174.000 Euro. Der Projektzeitraum ist von Januar 2027 bis September 2029 vorgesehen.