Wer einen öffentlich zugänglichen Defibrillator (AED) bereitstellt, kann im Notfall Leben retten. Doch nach dem Einsatz des Geräts entstehen Kosten von rund 450 Euro für den Austausch der Elektroden.
Die Mehrheitsgruppe SPD/Grüne im Kreistag Göttingen will Vereine, Feuerwehren, Institutionen und andere engagierte Gruppen deshalb finanziell entlasten.
„Viele Ehrenamtliche sorgen dafür, dass im Notfall schnell Hilfe möglich ist. Sie sollten nicht auch noch auf den Folgekosten sitzen bleiben“, erklärt Olaf de Vries, Mitglied der SPD-Kreistagsfraktion.
Mit dem Antrag für die Kreistagssitzung am 28. Oktober fordert die Mehrheitsgruppe die Verwaltung auf, eine rechtliche und finanzielle Regelung zur vollständigen oder anteiligen Übernahme der einsatzbedingten Kosten zu prüfen.
„Gerade im ländlichen Raum sind öffentlich zugängliche Defibrillatoren eine wichtige Ergänzung zum Rettungsdienst. Wir wollen das Engagement der Menschen unterstützen, die diese Geräte für alle bereitstellen“, betont Steffani Wirth, Co-Vorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion.
Ziel ist eine verlässliche und möglichst unbürokratische Kostenübernahme durch den Landkreis Göttingen, der sich bereits für eine Verbesserung der Reanimationsversorgung im Kreis Göttingen engagiert.