Neues Nahverkehrsprogramm bietet Abend- und Nachtbusse auf wichtigen Strecken ab 2026: Gruppe SPD/Grüne im Kreistag Göttingen wollen Busverbindungen am Wochenende massiv ausbauen
Die Mehrheitsgruppe SPD/Grüne im Landkreis Göttingen wird einen umfangreichen Antrag zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs zur nächsten Kreistagssitzung einreichen. Das neue Programm sieht vor, Busverbindungen besonders am Wochenende und in den späten Abendstunden deutlich zu erweitern. Dafür werden in 2026 noch 300.000 Euro bereitgestellt. Die Umsetzung wird noch in diesem Jahr beginnen.
Fünf konkrete Maßnahmen stehen im Mittelpunkt des Plans. Abend- und Nachtfahrten zum Wochenende zwischen Göttingen und Duderstadt sowie Hann. Münden mit Anschluss an die Spätverbindungen im Schienenverkehr sollen eingerichtet werden. Weiterhin soll das Angebot zwischen Northeim und Osterode durch zusätzliche Fahrten mit Anschluss nach Göttingen ab 00:00 Uhr, sowie das Angebot von Osterode nach Northeim mit Anruf-Linientaxi zwischen 23:45 Uhr und 2:30 Uhr verbessert werden. Ein zusätzliches abendliches Fahrtenpaar verkehrt am Wochenende von Herzberg nach Duderstadt. Die Waldbühne Bremke erhält einen besseren Anschluss mittels Anruf-Sammeltaxi an Veranstaltungstagen. Auch die Heinz-Sielmann-Stiftung wird an Sonn- und Feiertagen im Zweistundentakt von Duderstadt durch ein Anruf-Linientaxi angebunden.
„Mobilität ist Grundvoraussetzung für Teilhabe im ländlichen Raum. Besonders junge Menschen, Senioren und Besucher kultureller Veranstaltungen profitieren von diesen Verbesserungen. Der öffentliche Nahverkehr gehört einfach zu einer modernen Infrastruktur", so Dr. Thorsten Heinze, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion.
„Wir investieren gezielt in Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger. Der öffentliche Verkehr muss auch abends und am Wochenende funktionieren. Das führt dazu, dass Menschen den ÖPNV noch besser nutzen. Das ist nachhaltige Mobilität, die wirklich ankommt. Mit der Fortführung des 5-Euro-Tickets bleibt der ÖPNV im Landkreis Göttingen weiterhin kostengünstig", erklärt Andrea Obergöker, Mitglied im Ausschuss Wirtschaft, Verkehr, Bauen, Planen und Energie und Mitglied der Grünen Kreistagsfraktion.